401 (Moravský Krumlov – Horní Dubňany)

Routenführung:

Moravský Krumlov – Horní Dubňany – (Dukovany – Hrotovice – Třebíč)

Charakteristik:

Verbindungsroute zwischen der Region Dolsko, das zum Horácko gehört, und dem eigentlichen von Horácko in Třebíč. Sie beginnt im tiefen Flusstal der Rokytná und führt durch das milde hügelige Gelände auf Straßen der III. Klasse in den Kreis Vysočina.

Routenparameter:

Schwierigkeitsgrad : Turista
Routenlänge: 9,8 (48) km
Routenmarkierung: Schild mit Nummer
Geeigneter Fahrradtyp:
Maximale / minimale Seehöhe: 370 m ü.M. / 273 m ü.M.
Gesamtsteigung: 461 m
Gesamtsteigung in Metern: 193 m

Sehenswürdigkeiten entlang der Route:

Moravský Krumlov (Mährisch Kromau): Stadt auf einem Felssporn am Fluss Rokytná. Der Name stammt vom altslawischen „krum“, was „Kurve, Krümmung“ bedeutete. Die Lage der Stadt ist der ihres Namensbruders Český Krumlov (Böhmisch Krumau). Im 16. Jh. war hier die Böhmische Brüdergemeine tätig, 1571 starb hier ihr Bischof Jan Blahoslav. Städtisches Denkmalschutzgebiet. Die Burg wurde 1279 erstmals erwähnt, nach 1369 zu einem Prunksitz umgestaltet, 1557–1562 zu einem Renaissanceschloss umgebaut. Heute wird hier das „Slawische Epos“ von Alfons Mucha und ein Paracelsus-Gedenksaal (der Arzt verweilte 1537 in Moravský Krumlov) sowie eine Briefmarkenausstellung gezeigt. Englischer Schlosspark. Erhaltene Reste gotischer Stadtmauer aus dem 14. und 15. Jh. Gotische Allerheiligenkirche aus dem 13. Jh., Umbauten 1636–1646 und 1785. Die Klosterkirche des Hl. Bartholomäus aus der Mitte des 14. Jh. zählt zu wichtigen Bauwerken der Hochgotik in Mähren. Im 17. Jh. als Piaristenkolleg erneuert (heute Stadtamt). Vor der Kirche eine barocke Kreuzigungsgruppe (Ende 18. Jh.). In dem so genannten Fürstenhaus am Masaryk-Platz (ehem. Kommende des Deutschritterordens) wurde 1908 ein Stadtmuseum errichtet. Oberhalb der Stadt dominiert eine barocke Wallfahrtskirche des Hl. Florian aus dem Jahre 1696 (Aussicht über die Stadt).

 

Krumlovsko-rokytenské slepence:Die steilen Konglomeratfelsen bei Moravský Krumlov und am Fluss Rokytná werden als nationales Naturschutzgebiet geschützt, mit unikalen Tier- und Pflanzengemeinschaften von Felsen, Waldsteppen, Wäldern und Waldrändern, insbesondere Eichen-Hainbuchen-Wäldern, Flaumeichenwäldern, Lindenwaldrelikten und Gemeinschaften natürlicher Wasserläufe, die sich im geomorphologisch und mikroklimatisch besonders interessanten, gegliederten Flusstal der Rokytná erhalten haben, das in permischen Konglomeraten eingeschnitten ist. Die Vegetation von Felsen, Waldsteppen und Wäldern sowie Waldrändern, die auf dem Gebiet vorkommt, ist besonders artenvielfältig und enthält zahlreiche geschützte und gefährdete Arten. Ein wichtiger landschaftsbildender Faktor ist der Fluss Rokytná, der sich noch in einem natürlichen Zustand ohne größere technische Umgestaltungen befindet und ein wertvolles, schutzwürdiges geomorphologisches und hydrologisches Phänomen darstellt.

 

Dobřínsko: Urspr. romanische Prokopkirche (wahrscheinlich Mitte 13. Jh.). Am Schweinestall ein barocker Bildstock (1724), gegenüber dem Haus Nr. 72 ein Bildstock aus dem 18. Jh.

 

Dolní Dubňany:Frühgotische Wenzel-Kirche aus der 2. Hälfte des 13. Jh., umgebaut 1805.

 

Horní Dubňany:Kirche der Hl. Peter und Paul mit einem romanischen Kern aus der 2. Hälfte des 12. Jh. An der Kirche eine spätbarocke Statue des Hl. Johann Nepomuk (18. Jh.) und ein Kreuz (1777). Barockes Pfarrhaus aus dem 17. Jh.

 

Die Route führt weiter in den Kreis Vysočina, Richtung Dukovany, Hrotovice und Třebíč.