404A (Moravský Krumlov, hinter dem Tunnel – Moravský Krumlov, alte Fabrik)

Routenführung:

Moravský Krumlov, hinter dem Tunnel – Moravský Krumlov, alte Fabrik

Charakteristik:

Der Radrundweg führt durch die nahe Umgebung der Stadt Moravský Krumlov auf gut befahrbaren Wander- und Waldwegen im Mäander der Rokytná, im zweiten Teil durch ein altes Fabrikviertel. Von der Route öffnen sich herrliche Aussichten auf das Schloss, die Florianikirche und die Konglomeratfelsen am Fluss. Die Route ist als Nr. 404 beschildert und stellt eine Alternative zu der Hauptroute Nr. 404 dar, die durch einen anderen Stadtteil führt.

Routenparameter:

Schwierigkeitsgrad : Rodina s dětmi
Routenlänge: 2,5 km
Routenmarkierung: Schild mit Nummer
Geeigneter Fahrradtyp:
Maximale / minimale Seehöhe: 240 m ü.M. / 228 m ü.M.
Gesamtsteigung: 42 m
Gesamtsteigung in Metern: 23 m

Sehenswürdigkeiten entlang der Route:

Moravský Krumlov (Mährisch Kromau): Stadt auf einem Felssporn am Fluss Rokytná. Der Name stammt vom altslawischen „krum“, was „Kurve, Krümmung“ bedeutete. Die Lage der Stadt ist der ihres Namensbruders Český Krumlov (Böhmisch Krumau). Im 16. Jh. war hier die Böhmische Brüdergemeine tätig, 1571 starb hier ihr Bischof Jan Blahoslav. Städtisches Denkmalschutzgebiet. Die Burg wurde 1279 erstmals erwähnt, nach 1369 zu einem Prunksitz umgestaltet, 1557–1562 zu einem Renaissanceschloss umgebaut. Heute wird hier das „Slawische Epos“ von Alfons Mucha und ein Paracelsus-Gedenksaal (der Arzt verweilte 1537 in Moravský Krumlov) sowie eine Briefmarkenausstellung gezeigt. Englischer Schlosspark. Erhaltene Reste gotischer Stadtmauer aus dem 14. und 15. Jh. Gotische Allerheiligenkirche aus dem 13. Jh., Umbauten 1636–1646 und 1785. Die Klosterkirche des Hl. Bartholomäus aus der Mitte des 14. Jh. zählt zu wichtigen Bauwerken der Hochgotik in Mähren. Im 17. Jh. als Piaristenkolleg erneuert (heute Stadtamt). Vor der Kirche eine barocke Kreuzigungsgruppe (Ende 18. Jh.). In dem so genannten Fürstenhaus am Masaryk-Platz (ehem. Kommende des Deutschritterordens) wurde 1908 ein Stadtmuseum errichtet. Oberhalb der Stadt dominiert eine barocke Wallfahrtskirche des Hl. Florian aus dem Jahre 1696 (Aussicht über die Stadt).

 

Krumlovsko-rokytenské slepence: Steile Konglomeratfelsen bei Moravský Krumlov und am Fluss Rokytná werden als nationales Naturschutzgebiet geschützt, mit unikalen Tier- und Pflanzengemeinschaften von Felsen, Waldsteppen, Wäldern und Waldrändern, insbesondere Eichen-Hainbuchen-Wäldern, Flaumeichenwäldern, Lindenwaldrelikten und Gemeinschaften natürlicher Wasserläufe, die sich im geomorphologisch und mikroklimatisch besonders interessanten, gegliederten Flusstal der Rokytná erhalten haben, das in permischen Konglomeraten eingeschnitten ist. Die Vegetation von Felsen, Waldsteppen und Wäldern sowie Waldrändern, die auf dem Gebiet vorkommt, ist besonders artenvielfältig und enthält zahlreiche geschützte und gefährdete Arten. Ein wichtiger landschaftsbildender Faktor ist der Fluss Rokytná, der sich noch in einem natürlichen Zustand ohne größere technische Umgestaltungen befindet und ein wertvolles, schutzwürdiges geomorphologisches und hydrologisches Phänomen darstellt.