412 (Lednice - U Slepice)

Routenführung:

Lednice – Mutěnice – Kyjov – U Slepice

Charakteristik:

Attraktive Radroute, auf der Radwanderer die weniger besuchten Weinbaugegenden um Velké Pavlovice, Čejkovice, Mutěnice und Kyjov kennenlernen. Erleben Sie eine malerische, hügelige Weinberglandschaft, die uralte Geschichte der Templer in Čejkovice, die einstige Bergbauregion um Dubňany oder das geschichtsträchtige Zentrum des westlichen Teils der Mährischen Slowakei, Kyjov. Die Hügelkämme um Čejkovice, das Waldgebiet Doubrava bei Dubňany oder zum Abschluß der buchenbestandene Kamm des Ždánický les bieten Ihnen Schatten in einer sonst waldlosen Landschaft. Die Route führt über kleine Landstraßen und meist asphaltierte Forststraßen, stellenweise auch über schlechtere Feldwege. Nördlich von Kyjov führt ein steiler Anstieg auf den Hauptkamm des Ždánický les.

Routenparameter:

Schwierigkeitsgrad : Turista
Routenlänge: 76,9 km
Routenmarkierung: Schild mit Nummer
Geeigneter Fahrradtyp: Krosové
Maximale / minimale Seehöhe: 425 m ü.M. / 158 m ü.M.
Gesamtsteigung: 3364 m
Gesamtsteigung in Metern: 1343 m

Sehenswürdigkeiten entlang der Route:

Lednice: vom 13. Jahrhundert nahezu ohne Unterbrechung bis 1945 im Besitz der Liechtensteiner. An der Stelle einer früheren gotischen Feste wurde in den Jahren 1544-85 ein Renaissanceschloß errichtet Die heutige neugotische Gestalt stammt aus den Jahren 1846-58. Der Ostflügel mit seinem zeitgenössischen Mobiliar ist für Besucher geöffnet, es kann unter zwei Rundgängen gewählt werden.
Das Palmenhaus (auf der Ostseite des Schlosses) wurde 1843-45 errichtet und war seinerzeit eine technische Meisterleistung. Noch heute fasziniert es durch seine imposanten Abmessungen (92 x 13 x 7,5 m).

 

Schloßpark Lednice: Fläche rund 210 ha, erstmals Mitte des 16. Jahrhunderts erwähnt. Die letzten Umgestaltungen erfolgten im 19. Jahrhundert im Geiste der Romantik. Der obere Teil ist im französischen Stil gehalten, der untere Teil dagegen als Landschaftspark gestaltet, wo ein Teil der Thaya in ein System von Kanälen und Teichen geleitet wird, in denen Inseln angelegt wurden, die durch Brücken miteinander verbunden sind. Sichtachsen zwischen den einzelnen romantischen Bauten im Park (Minarett, Ruine eines römischen Aquädukts u. a.). Bei den letzten Umgestaltungen des Parks südlich des Schlosses in den Jahren 1884-87 wurde ein Teil des Ortes abgerissen, ein neuer neugotischer Platz angelegt und der Park bis zum späteren Bahnhof ausgeweitet. Der Park zählt mehr als 110 Nadelbaum- und über 460 Laubbaumarten. In Richtung Břeclav geht der Park frei in die Auwaldlandschaft über. Auf einem Arm der Thaya verkehrt eine Bootslinie. Radfahren ist im Park verboten.

 

Biosphärenreservat Untere March: das Schutzgebiet mit einer Fläche von mehr als 300 km² umfaßt sehr unterschiedliche Ökosysteme - den Kalkrücken der Pollauer Berge, die in Mitteleuropa einzigartige Auenlandschaft an den Unterläufen der Flüsse Kyjovka, Thaya und March und die Kulturlandschaft um Lednice und Valtice. Das Biosphärenreservat besteht seit 2003 und gehört zu den Gebieten unter UNESCO-Schutz.

 

Lovecký zámeček: Klassizistisches Lustschlößchen aus dem ersten Drittel des 19. Jahrhunderts.

 

Janův hrad: die romantische Nachbildung einer teilweise verfallenen mittelalterlichen Burg ist ein Werk des Baumeisters J. L. Hardtmuth aus dem Jahre 1807. Die Burg diente als Jägerhaus und als Jagdschlößchen. Für Besucher geöffnet.

 

Podivín: gotische Kirche St. Peter und Paul auf romanischen Fundamenten und mit Resten einer romanischen Friedhofskapelle. Barockes Pfarrhaus von 1746. Auf dem Dorfplatz ehemaliges Rathaus und Schule aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Jüdischer Friedhof.

 

Velké Bílovice: bedeutender Weinbauort. Kirche Mariä Geburt aus dem Jahr 1564, später im Barockstil umgebaut. Die einstige mittelalterliche Feste wird heute privat genutzt. Winzerbetriebe.

 

Vrbice: neuromanisches Kirchlein St. Ägidius aus den Jahren 1913-20, Kapelle beim Pfarrhaus von 1888, Skulptur des hl. Aloisius und hölzernes Glockentürmchen auf dem Dorfplatz.

 

Čejkovice: Denkmal und Gedenkraum für T. G. Masaryk im Haus, das er mit seinen Eltern von 1856 bis 1862 bewohnte. Oberhalb des Ortes einstige Templerfeste aus dem 13. Jahrhundert, im 17. Jahrhundert zum Barockschloß umgebaut. Über 800 Jahre alte Templerkeller. Kirche St. Kunigunde aus den Jahren 1783-84.

 

Starý Poddvorov: seit den vierziger Jahren des 20. Jahrhunderts wird in der Umgebung Erdöl gefördert. Neue Kirche St. Martin von 1993, in der Ortsmitte alter Glockenturm. Westlich des Ortes Windmühle holländischen Typs aus dem 19. Jahrhundert.

 

Mutěnice: im "Drábovna" genannten Haus Nr. 120 am südlichen Rand des Ortes verlebte T. G. Masaryk zwei Jahre seiner Kindheit (Museumsraum). Das Gebäude der 1947-50 errichteten Grundschule projektierte B. Fuchs. Barocke Katharinenkirche von 1769. Mutěnice besitzt 200 ha Weinberge und ist die größte Weinbaugemeinde der Mährischen Slowakei. Die Weinkeller bilden eine eigenständige Siedlung nordwestlich des eigentlichen Ortes. Im Ort großer Winzerbetrieb.

 

Dubňany: das einstige Bauerndorf wandelte sich zu einem Bergbauort, als hier in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts sechs Lignitgruben eröffnet wurden (heute nicht mehr in Betrieb). Weinlagen zwischen Dubňany und Mutěnice. Weitläufige Kellerkolonie. Neugotische Kirche St. Josef aus dem Jahr 1885. Pfarrhaus von 1859 im Empirestil.

 

Horky bei Milotice: unter Naturschutz stehendes Steppenbiotop, wo in großer Zahl das Frühlings-Adonisröschen vorkommt. Das Schutzgebiet stellt einen der letzten Steppenreste in Südmähren dar. Es kommen hier seltene bis bedrohte Pflanzen- und Tierarten vor, die alle unter Naturschutz stehen.

 

Milotice: an der Stelle einer früheren Feste wurde ein Renaissanceschloß errichtet, das in den Jahren 1721-25 im Stil des Barock umgestaltet wurde. Die letzten Renovierungsarbeiten erfolgten in den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts, als das Schloß oft für Filmaufnahmen genutzt wurde. Schloßgarten mit Gewächshäusern und Alleen. Allerheiligenkirche aus dem Ende des 17. Jahrhunderts, umgeben von einer Mauer mit Barockskulpturen. Bei der Kirche barockes Pfarrhaus und ehemaliges Spital.

 

Písečný rybník: das Naturschutzgebiet etwa 1 km nordöstlich von Milotice besteht aus dem Teich und den anschließenden Moorwiesen. Es gehört zum Netz der Schutzgebiete von europäischer Bedeutung Natura 2000. Vertreten sind hier die unterschiedlichsten Pflanzen- und Tierarten.

 

Kyjov: das Schlößchen wurde um 1540 erbaut und ist damit das älteste erhaltene Gebäude in der Stadt. Anläßlich einer Renovierung im Jahr 1911 wurde die Fassade mit Sgraffitischmuck versehen. Seit 1928 dient es als Museum und beherbergt überwiegend heimatkundliche Sammlungen. Renaissancerathaus von 1561-62. Barockkirche der Jungfrau Maria und der hl. Kyrill und Methodius aus den Jahren 1713-23. Friedhofskapelle St. Josef von 1831-32. Kapelle St. Rochus von 1716. Auf dem Marktplatz Mariensäule vom Ende der 20er Jahre des 17. Jahrhunderts, vor dem Museum Figur des hl. Johannes von Nepomuk aus dem Jahr 1715, in der Čelakovského ulice Bildstock vom Beginn des 19. Jahrhunderts.

 

Bukovany: der AussichtsturmBukovanský mlýn ist die Imitation einer Windmühle holländischen Typs. Er entstand 2004 auf Initiative des aus Bukovany stammenden Herrn Ing. Kouřil. Die Aussichtsgalerie befindet sich 11 Meter über der Erde, insgesamt ist das Bauwerk noch 4 Meter höher, womit es sich um die höchste Windmühle in Tschechien handelt. Im Innern der Mühle finden sich kleine Museumsräume, die das Leben in einem Dorf der Mährischen Slowakei im 19. Jahrhundert dokumentieren, sowie auch eine Galerie, wo regelmäßig Werkschauen vor allem südmährischer Künstler zu sehen sind.

 

Nechvalín: Katharinenkapelle aus dem Jahr 1891.

 

Lovčice: ursprünglich ältere Kirche St. Peter und Paul, umgebaut in den Jahren 1802-08.

 

Naturpark Ždánický les: umfaßt einen mit tiefen Laubwäldern bewachsenen Bergkamm. Es überwiegen karpatische Eichen-Hainbuchen-Wälder, in den höchsten Lagen auch Buchenwälder. An den gerodeten Hängen der Südflanke haben sich stellenweise bis heute wertvolle Gras- und Kräuterbiotope mit Helm-Knabenkraut und anderen seltenen Pflanzenarten erhalten. In den Wäldern sind Wildschweine und Rothirsche heimisch.

 

U Slepice: höchste Erhebung des Waldgebiets Ždánický les ( 437 m ü. M.), direkt am Gipfel wird aus zahlreichen Bohrungen Erdöl gefördert. Einige Hundert Meter von hier erstreckt sich direkt neben dem Hauptkammweg das Betriebsgelände des Unternehmens Moravské naftové doly, unter dessen Regie die Ölgewinnung steht.