45; Mährischer Radweg (Hodonín – Mikulčice)

Routenführung:

Hodonín – Lužice – Mikulčice

Charakteristik:

Eine Verbindungsroute zwischen dem Regionalzentrum Hodonín und der Region Podluží. Sie führt auf befestigten Feldwegen durch die Auen der March. Sie bildet einen Teil der Hauptradroute „Mährischer Radweg“.

Routenparameter:

Schwierigkeitsgrad : Rodina s dětmi
Routenlänge: 8 km
Routenmarkierung: Schild mit Nummer
Geeigneter Fahrradtyp:
Maximale / minimale Seehöhe: 177 m ü.M. / 160 m ü.M.
Gesamtsteigung: 99 m
Gesamtsteigung in Metern: 64 m

Sehenswürdigkeiten entlang der Route:

Hodonín: Das ursprüngliche Renaissanceschloss aus dem Jahre 1556 wurde Mitte des 18. Jh. barockisiert; Sammlungen des Masaryk-Heimatsmuseums. Die Laurentiuskirche entstand durch einen Umbau einer älteren, bereits im 13. Jh. erwähnten Kirche. Ein Pfarrhaus wurde bereits 1240 erwähnt. Altes Rathaus (Anfang 17. Jh.) am Stadtplatz Masarykovo náměstí. Ehem. jüdischer Friedhof an der Straße nach Břeclav (gegenüber der Zuckerfabrik) mit Grabsteinen aus dem 16. – 20. Jh. wurde zu einem Park umgestaltet. Das Haus der Künstler, heute die Galerie der bildenden Kunst, ist ein Werk des Architekten Antonín Blažek. Die berühmteste Person aus Hodonín ist der erste Präsident der Tschechoslowakischen Republik, Tomáš Garrigue Masaryk. Im Krankenhausareal ein Jod-Kurhaus. Im Hof von „Kuncův dům“ befindet sich seit 1994 die Minibrauerei Kunc. In der Straße Kasárenská ein Museum für Erdölförderung und Geologie.

 

Lužice: Zentrum der Erdölförderung in Südmähren. Bei dem ehem. Ziegelwerk eine Jodquelle, Wasser wird durch Rohren nach Hodonín in das Jod-Kurhausgeleitet. Kirche der Hl. Kyrill und Method (1847).

 

Mikulčice: 1979 wurde die Braunkohlengrube „Mír“ eröffnet, die als einzige bis heute im südmährischen Lignit-Becken arbeitet und das Heizkraftwerk in Hodonín beliefert. Urspr. gotische Kirche der Himmelfahrt Mariä aus der 2. Hälfte des 14. Jh. wurde im 18. Jh. barockisiert.

 

Valy: Nationales Kulturdenkmal. Eines der wichtigsten Siedlungsensembles im Großmährischen Reich mit belegter slawischer Besiedlung seit dem 6. Jh. Die bedeutendsten Funde stammen aus dem 9. Jh., u. a. ein Fürstenpalast, 12 kirchliche Bauten (Dreischiffbasilika, Kirchen), Magnatenhöfe, Behausungen der einfachen Bevölkerung, hohe Lehmschanzen). Entdeckt wurden auch einige hunderte Gräber, insgesamt von der regierenden Schicht und Magnaten, darin reiche Funde diverser Gegenstände samt feiner Silber- und Goldschmiedekunst. Anfang des 10. Jh. wurde ein Niederfall verzeichnet, da hier damals nur noch die Bauernbevölkerung siedelte. Das gesamte Areal umfasst eine Fläche von ca. 200 ha. Die Basilika wurde umgebaut und überdacht, der Inhalt konserviert, und wird nun zu anschaulichen Auslegungen genutzt.

 

Naturpark Mikulčický luh: Umfasst Auwälder und -wiesen in der Umgebung der slawischen Wallburg Valy. Einer der größten Nistplätze vom Weißstorch, Graureiher, Eisvogel und Beutelmeise. Vorkommen des Fischotters und immer häufigere Spuren des bis vor kurzem hier unbekannten Europäischen Bibers.

 

Skařiny: Naturschutzgebiet – im Frühling teilweise überfluteter Auwald mit einem großen Nistplatz von Weißstörchen und Graureihern.