473 (Nemotice – Rajhradice)

Routenführung:

(Otrokovice) – Nemotice – Snovídky – Lovčičky – Újezd u Brna – Rajhradice

Charakteristik:

Diese Radroute führt auf dem Kamm von Ždánický les (Steinitzer Wald) mit menschenleeren bewaldeten Bergpartien der südmährischen Karpaten. Weitläufige Rotbuchenwälder bieten eine herrliche Kulisse für lange Radtouren in der Stille dieses von der Zivilisation wenig gestörten Winkels in dem sonst dicht besiedelten Südmähren. Die Kammradroute führt auf asphaltierten Forststraßen, wegen einer schlechten Belagqualität sind allerdings Mountainbikes empfohlen. Westlich von Lovčičky fährt man in niedrigere Lagen, auf Straßen der II. und III. Klasse. Eine gefährliche Stelle ist auf dem Rücken, wo Sie ca. 0,5 km auf der Straße der I. Klasse mit einem dichten Automobilverkehr fahren müssen, die Slavkov u Brna mit Kyjov verbindet. Der Bahnhof Nemotice, unweit von Snovídky, ist ein logischer Ausgangspunkt einer Radtour durch den Ždánický les. Es ist überraschend, dass diese schöne Route von den Radfahrern noch nicht „entdeckt“ wurde.

Routenparameter:

Schwierigkeitsgrad : Turista
Routenlänge: 52 km
Routenmarkierung: Schild mit Nummer
Geeigneter Fahrradtyp: Horské
Maximale / minimale Seehöhe: 428 m ü.M. / 186 m ü.M.
Gesamtsteigung: 2361 m
Gesamtsteigung in Metern: 1434 m

Sehenswürdigkeiten entlang der Route:

Die Route kommt aus dem Kreis Zlínský von Otrokovice (überwiegend auf dem Hauptkamm von Chřiby – dt. Marsgebirge).

 

Naturpark Ždánický les: Umfasst Gebirgsrücken des Steinitzer Waldes mit tiefen Laubwäldern, es überwiegen hier karpatische Eichen-Hainbuchen-Wälder, in den obersten Partien auch Rotbuchenwälder. Auf entwaldeten Abhängen des südlichen Vorlands haben sich stellenweise wertvolle Wiesengemeinschaften mit dem Helm-Knabenkraut und anderen seltenen Pflanzenarten bis heute erhalten. In den Wäldern leben Wildschweine und Rothirsche.

 

Nemotice: Wenzelskirche angeblich aus 1794.

 

U Kříže: Wegkreuzung, in der Umgebung Erdöl- und Erdgasförderung.

 

U Slepice: Der höchste Gipfel von Ždánický les (Steinitzer Wald, 437 m), direkt auf dem Gipfel wird Erdöl aus vielen Bohrungen gefördert. Einige hundert Meter entfernt, unmittelbar neben dem zentralen Kammweg, erstreckt sich das Industriegelände der Gesellschaft Mährische Erdölbergwerke.

 

U Zlatého jelena: Denkmal aus dem Jahre 1975 an der Stelle einer Auseinandersetzung des Partisanengruppe „Olga“ mit den Nazis am 6. 2. 1945, bei welcher der junge Partisan Jiří Jílovský fiel. In der Nähe hat er ein selbständiges Denkmal.

 

Svatá: Forsthaus

 

Lovčičky: Gotische Wenzelskirche (14. Jh.) mit Umfriedungsmauer, umgebaut im 16. Jh. im spätgotischen Stil, Annenkapelle (1865) und Florianikapelle (1871).

 

Otnice: Spätklassizistische Kirche der Hl. Alois und Gallus (1855–1856).

 

Újezd u Brna: Vom Hügel Vinohrady eröffnete die österreichischen Artillerie am Morgen, den 2. 12. 1805, die Schlacht bei Austerlitz, nachmittags beobachtete Napoleon von hier den Rückzug der Verbündeten. Spätklassizistische Kirche der Hl. Peter und Paul (1846), neuromanische Kapelle des Hl. Antonius von Padua (1863) auf dem Hügel Vinohrady.

 

Sokolnice: Das Schloss entstand 1750–1775 durch einen Barockumbau einer kleinen Renaissanceburg aus dem Jahre 1560. Bedeutende Stellen der Schlacht bei Austerlitz: Schloss, heftig umgekämpft. In der Umfriedungsmauer des Wildgeheges ist die Stellung einer französischen Artilleriebatterie markiert. Barocker Kornspeicher (18. Jh.), ein Verteidigungsobjekt der Franzosen. Nach der Schlacht wurden hier gefangene Verbündete versammelt. In Feldern hinter dem Kornspeicher drei Massengräber.

 

Telnice: Johannes-Täufer-Kirche urspr. romanisch (12. Jh.), letzter Umbau im Barockstil (1726–1734). Auf dem Dorfplatz barocke Nepomukstatue (1740). An der Kirche und im Feld am Bildstock „Na Lopatě“ wurde die französische Verteidigung konzentriert.

 

Rajhradice: Kornspeicher (1809), Kapelle (1896–1897) und Glockenturm in Loučka (1848).