Auf der Bergmannsroute rund um Rosice und Oslavany

Routenführung:

Oslavany - Zbýšov - Babice u Rosic - Zastávka - Chroustovské údolí - Říčky - Javůrek - Domašov - Rudka - Litostrov - Zbraslav - Příbram na Moravě - Vysoké Popovice - Lukovany - Ketkovice - Oslavany

Charakteristik:

Zwischen den Bachtälern von Oslava und Bílý potok durch das einstige Kohlenrevier von Rosice und Oslavany mit seinen Bergbaurelikten.

Routenparameter:

Schwierigkeitsgrad : Turista
Routenlänge: 56 km
Geeigneter Fahrradtyp: Horské
Touristisches Gebiet: Brno a okolí
Maximale / minimale Seehöhe: m ü.M. / m ü.M.
Gesamtsteigung: m
Gesamtsteigung in Metern: m

Beschreibung:

Diese Rundfahrt, deren Route mit einer roten Markierung gekennzeichnet ist, führt Sie zu den bemerkenswerten Denkmälern des einstigen Kohlenreviers von Rosice und Oslavany. Die Anfänge des Bergbaus in Oslavany reichen bis vor das Jahr 1755 zurück. Im nördlichen Teil des Reviers wurde mit dem Abbau der Kohle nur wenige Jahre später begonnen, ihren größten Aufschwung erlebten die Gruben jedoch erst im 19. Jahrhundert. Kohle wurde hier bis zum Ende des Jahres 1991 gefördert, und noch heute kann die Region um Rosice und Oslavany ihren Besuchern eine ganze Reihe an Technik- und Kulturdenkmälern und vielerlei Erlebnisse bieten.

 

Der Rundweg der Bergmannsroute nimmt seinen Ausgang am Bahnhof von Oslavany, alternativ können Sie als Startpunkt auch die Bahnhöfe Zastávka u Brna oder Vysoké Popovice wählen. Über Oslavany erhebt sich der Förderturm der Grube Kukla zwischen weitläufigen Abraumhalden, die gerade beim Bahnhof am meisten auffallen. Eine gute Aussicht auf die Halden bietet sich auch von der erhöht stehenden Michaelskirche aus, auf deren Friedhof wir Denkmäler für die Opfer von Grubenunglücken finden. Einen Besuch wert ist auch das Renaissanceschloß mit seinen Arkaden und einer Dauerausstellung zu den Themen Bergbau, Energetik und Feuerlöschtechnik, durch die der Besuch dieser einstigen Industriehochburg und Energiezentrale für die Stadt Brno noch eindrucksvoller wird.

 

Nach der Besichtigung der Stadt machen Sie sich auf nach Zbýšov, wo Sie unmittelbar vor der Einfahrt ins Zentrum noch einen kleinen Abstecher zum sehr schön erhaltenen Förderturm der Grube Simson (für Besucher nicht zugänglich) machen sollten. Bei heißem Wetter sei das neu rekonstruierte Freibad mit Wasserrutsche empfohlen. Größte Attraktion in Zbýšov ist jedoch das Industriebahnmuseum an der Straße in Richtung Babice. Die Öffnungszeiten und die Möglichkeiten zur Mitfahrt in historischen schmalspurigen Gruben- und Werksbahnzügen erfahren Sie unter der Adresse www.mpz.cz. Das Museum befindet sich auf dem Gelände der früheren Grube Jindřich II., die als tiefstes Steinkohlebergwerk Mitteleuropas galt (1550 m) und noch heute schon von weitem an ihrem Förderturm zu erkennen ist.


Weiter führt Sie der Weg nach Babice u Rosic, wo Sie auf dem Dorfplatz mit der Kapelle des hl. Anton von Padua nach links abbiegen und auf einem Waldweg der einstigen Anschlußbahn bis nach Zastávka folgen. Etwa auf halbem Weg passieren Sie die Grube Ferdinand, einst eines der bedeutendsten Bergwerke. Nach einer Stärkung in Zastávka sollten Sie sich den kurzen Abstecher nach Rosice nicht entgehen lassen. Ein Stadtlehrpfad führt Sie zum Schloß mit seinen Renaissancearkaden, zur Dreifaltigkeitskapelle, zum Imkermuseum (geöffnet nur nach vorheriger Anmeldung) oder zu einem historischen Pranger.

 

Rosice verlassen Sie in Richtung Litostrov, biegen jedoch bereits nach 2 km nach rechts auf ein kleines Sträßchen ab, das Sie in das malerische Bachtal Chroustovské údolí führt. Bei einem Einzelhof am Zusammenfluß zweier Bäche endet der Asphaltbelag, und die Markierung führt Sie einen steilen, aber nur 1 km langen Steigungsabschnitt hinauf nach Říčky. Von Říčky können Sie als Abkürzung den Radweg direkt nach Domašov wählen oder weiter der Markierung folgen. Hier erwartet Sie als erstes eine Talfahrt bis zum Badesee Bahňák, wo Sie sich im Sommer auch stärken können. Nach Unterquerung der Autobahn folgt ein Anstieg nach Javůrek, und nach weiteren 2 km erreichen Sie Domašov.

  

Auf dem weiteren Weg folgen Sie überwiegend kleinen Landstraßen und queren in einem ständigen Auf und Ab mehrere Bachtäler, über Rudka, Litostrov, Zbraslav, Příbram na Moravě gelangen Sie nach Vysoké Popovice und Lukovany. In Příbram fällt die moderne Kapelle des hl. Florian und der Jungfrau Maria ins Auge, die in ihrer Form an die Arche Noah erinnern soll. Eine kleine Florianskapelle steht auch in der Steigung am Ortsausgang. In Vysoké Popovice können Sie Ihre Radtour am Bahnhaltepunkt beenden. Auf Ihrem weiteren Weg passieren Sie den oberen Teil von Lukovany. Die bemerkenswerte romanische Kirche St. Wenzel befindet sich weiter unten im Ort. Nach Lukovany erwartet Sie schwierigeres Gelände. Zuerst führt Sie ein Feldweg steil bergab in den Wald, dann folgt ein steiler Anstieg und schließlich ein Feldweg bis nach Ketkovice. Nach dem Ort folgt ein Waldweg, dessen oberer Teil asphaltiert ist, während der untere Abschnitt nicht befestigt ist und ein starkes Gefälle aufweist, das mit Vorsicht zu genießen ist. Wenn Sie es sicher passiert haben, sind Sie bereits am Ziel Ihrer Fahrt – in der Stadt Oslavany.

    

Einen Besuch wert:

Oslavany: Schloß, Förderturm der Grube Kukla, Aussicht von der Kirche St. Michael
Zbýšov: Förderturm der Grube Simson, Industriebahnmuseum, Freibad

Rosice: Schloß, Dreifaltigkeitskapelle, Imkermuseum

Říčky: Badesee Bahňák

Příbram na Moravě: Kapelle St. Florian und Jungfrau Maria

Lukovany: Kirche St. Wenzel