Auf der Mährischen Weinroute durch die Mährische Slowakei - durch Weinberge zur Folklore

Routenführung:

Čejč - Čejkovice - Starý Poddvorov - Mutěnice - Dubňany - Ratíškovice - Milotice - Kyjov - Vlkoš - Bzenec

Charakteristik:

Die Landschaft der Mährischen Slowakei ist ebenso bunt wie ihre Trachten, ihre Folklore und ihre Weine. Die Route führt hier überwiegend auf Radwegen und ruhigen Wirtschaftswegen und bietet Erholung und Entspannung ebenso wie neue Erfahrungen und Erkenntnisse.

Routenparameter:

Schwierigkeitsgrad : Turista
Routenlänge: 63,7 km
Routenmarkierung: Schild mit Logo
Geeigneter Fahrradtyp:
Maximale / minimale Seehöhe: m ü.M. / m ü.M.
Gesamtsteigung: m
Gesamtsteigung in Metern: m

Sehenswürdigkeiten entlang der Route:

Das Weinbaugebiet Mährische Slowakei zeichnet sich durch eine breite Palette an Rebsorten und kleine Winzerbetriebe auf hohem Niveau aus. Die höhergelegenen Weinberge in der hügeligen Landschaft bringen volle Weine von frischem Charakter und ausgeprägtem Sortenaroma hervor. Der Wegabschnitt über Čejč nach Čejkovice führt durch einen Landstrich, der eng mit Tomáš Garrigue Masaryk verbunden ist. An die Jahre, die der spätere Begründer und erste Präsident der Tschechoslowakischen Republik hier verbrachte, erinnern ein nach ihm benannter Wanderweg und Gedenktafeln in beiden Orten. Hinter Čejč biegt die Mährische Weinroute von der Straße ins Gelände zu dem außergewöhnlichen Steppengebiet Špidláky ab, um gleich darauf im Zentrum von Čejkovice bei der Templerburg mit ihren Kellern aufzutauchen. Von Čejkovice führt ein Geländeabschnitt, der zu den reizvollsten der gesamten Strecke gehört, weiter nach Starý Poddvorov. Der meist nicht befestigte Weg folgt dem hügeligen Landschaftsverlauf, tolle Ausblicke ins Tal wechseln ab mit einer geruhsamen Fahrt am Fuße der Felder und Weinberge.

 

Der rasche Wechsel unterschiedlicher Wegoberflächen und eine sich verändernde Landschaft charakterisieren diesen Abschnitt, der von einem dichten Netz an örtlichen Weinrundwegen durchzogen ist. Oberhalb von Starý Poddvorov biegt die Mährische Weinroute zum Wald hin ab, in dessen Schatten sie gemeinsam mit der Fernradroute 412 Břeclav - Hradec Králové weiterführt. Auf den bei feuchter Witterung schwer befahrbaren Waldweg folgt oberhalb von Mutěnice eine Abfahrt durch die Felder in den Ort, der als Hochburg des Weinbaus in der Mährischen Slowakei gilt. Typisch für das Kellergelände Pod Búdama sind die figürlichen und Pflanzenmotive an den Fassaden und Eingangsportalen der Keller. Auf rotbraunem Untergrund hat sie der örtliche Volkskünstler Jan Lacko in den Putz gekratzt. Rund 500 Keller bilden heute ein pittoreskes Winzerdorf mit eigenen Straßennamen, einem Wirtshaus und mehreren Pensionen. Die nächsten, schnell bewältigten zehn Kilometer über Dubňany bis Ratíškovice führen zwar auf der Landstraße, bieten jedoch eine bunte Abfolge an Marterln und Wegkreuzen und sind gewiß nicht langweilig. Die Informationstafel der Hauptroute hinter Ratíškovice weist auf ein interessantes Projekt hin, dem Sie einen Besuch abstatten können, indem Sie nach rechts abbiegen und der einstigen Baťa-Eisenbahn folgen - das Museum und den Fahrraddraisinenbetrieb unter dem Motto „Mit Muskelkraft auf Schienen zum Kanal“.

 

Durch eine hügelige Landschaft führt die Mährische Weinroute unter Nutzung eines dichten Netzes befestigter Feldwege weiter durch die Region des Kyjover Dolňácko. Unterwegs passieren Sie gleich drei bedeutende Kellerkolonien, die die typische Architektur der Region aufweisen und belegen, wie viele Kleinwinzer es hier gibt. Die Kellergasse Slavín in Ratíškovice zwischen den Weinbergen unter dem Hügel Náklo gehört ebenso wie die Kolonie Žlébky in Vacenovice zu den jüngsten Winzerkolonien Mährens, während die legendäre Kolonie Šidleny bei Milotice, zu der Sie von der Ortsmitte aus auf dem Weinweg Mutěnice gelangen, einst noch aus strohgedeckten Häuschen aus ungebrannten Lehmziegeln bestand, die unter sich die tiefen Keller bargen. Heute ist die Kolonie voller Leben, und Sie können sich hier von der einzigartigen Geschmacksvielfalt der Weine aus der Mährischen Slowakei überzeugen. Ihren Aufenthalt in Milotice sollten Sie jedoch nicht auf den Besuch der Kellerkolonie Šidleny beschränken. Auf der Gemarkung der Gemeinde befindet sich der unter Naturschutz stehende Teich Písečný rybník, während im Ort selbst die Allerheiligenkirche, ein bemerkenswertes Beispiel des ländlichen Barock, und das romantische Schloß zu bewundern sind. Weitere Kellerbauten in der Nähe der Route finden sich in Skoronice und in  Form einer weitläufigen Kolonie am Rande des Eichen- und Hainbuchenwalds Chrást unweit von Vlkoš.

 

Die letzten fünfzehn Kilometer verlaufen überwiegend auf Radwegen und bieten auch mehrere interessante Ziele, die nichts mit dem Weinbau zu tun haben. Die Stadt Kyjov ist das kulturelle und gesellschaftliche Zentrum der Region und kann mit ihrem Rathaus und dem Museum Renaissancebauten vorweisen, wie sie für die Mährische Slowakei einzigartig sind. Die Kirche St. Wenzel im benachbarten Kostelec, ein wertvoller, ursprünglich aus der Romanik stammender Bau, ist eines der weithin sichtbaren Wahrzeichen der Region Kyjov. In Vlkoš können Sie dem Military Museum einen Besuch abstatten, das dem hier geborenen General Ingr gewidmet ist. Am Ende Ihres Ausflugs auf der Mährischen Weinroute durch die Mährische Slowakei empfängt Sie Bzenec - eine Stadt mit einer alten Burg, einem neugotischen Schloß, einem mittelalterlichen jüdischen Friedhof und einer tausendjährigen Linde, die der berühmten „Bzenecká lipka“, einem Rheinriesling von der besten Lagen der Stadt und ihrer Umgebung, den Namen gab.

 

Einen Besuch wert:

Čejkovice: Steppengebiet Špidláky, Templerkeller

Starý Poddvorov: Windmühle

Ratíškovice: Draisinenfahrt und Museum „Mit Muskelkraft auf Schienen zum Kanal“

Milotice: Schloß, Naturdenkmal Písečný rybník, Kellerkolonie Šidleny

Kyjov: Heimatkundliches Museum

Vlkoš: General-Ingr-Museum, Kellerviertel Vlkošské búdy

Bzenec: alte Burg, neugotisches Schloß