Auf der Route „Durch das Herz Südmährens“ zu den Höhepunkten der Regionen Blansko und Vyškov

Routenführung:

Blansko – Skalní mlýn – Punkva-Höhlen – Pustý žleb – Hotel Břoušek – Ostrov u Macochy – Höhle Balcarka – Vilémovice – Rudice – Jedovnice – Ruprechtov – Talsperre Opatovice – Dědice – Vyškov

Charakteristik:

Der Panorama-Themenradweg verbindet die Städte Blansko und Vyškov miteinander und überquert dabei das Massiv des Drahaner Berglands, wobei auch die schönsten Orte des Mährischen Karsts und der Region Vyškov nicht ausgelassen werden. Die Route folgt überwiegend markierten Wander- und Radwegen und ist auch für weniger geübte Radwanderer geeignet. Entlang der Route finden sich 11 Infotafeln, die mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten bekanntmachen. Zu der Route gibt es auch ein eigenes Internetportal www.srdinko.cz und einen gedruckten Führer, der in jedem Infozentrum entlang der Route erhältlich ist.

Routenparameter:

Schwierigkeitsgrad : Turista
Routenlänge: 53,7 km
Geeigneter Fahrradtyp: Krosové
Touristisches Gebiet: Moravský kras a okolí
Maximale / minimale Seehöhe: m ü.M. / m ü.M.
Gesamtsteigung: m
Gesamtsteigung in Metern: m

Beschreibung:

Die fünfzig Kilometer lange Route quer durch die herrliche Natur des Mährischen Karsts und des Drahaner Berglands beginnt in Blansko direkt beim touristischen Informationsbüro Blanka, wo sich auch die erste Infotafel der Route befindet. Solche Tafeln werden uns unterwegs an jedem bedeutenderen Ort begegnen. Als Markierung der Route dient das Logo des „Herzchens“ als Ihres symbolischen Begleiters. Die Route folgt zwar in der Regel bestehenden Radwegmarkierungen, in zwei Fällen geht sie jedoch ihre eigenen Wege, um Abschnitte ohne durchgehende Markierung miteinander zu verbinden.

 

Wenn wir uns im mehr oder weniger modernen Blansko nicht weiter umschauen wollen oder seine Hauptattraktionen, das Schloß und das Holzkirchlein aus der Karpato-Ukraine, bereits kennen, so führt uns der örtliche Radweg 5117 nach Süden aus dem Stadtzentrum hinaus zur Hauptstraße von Blansko nach Vyškov, die gleichzeitig den Zugangsweg zum Hotel Skalní mlýn und damit zum Mährischen Karst bildet, wenngleich wir zunächst die weniger reizvollen Anlagen der Stahlindustrie von Blansko passieren müssen.

 

Nach Skalní mlýn, wo sich die beiden wichtigsten Karsttäler dieses Teils des Mährischen Karsts, Pustý žleb und Suchý žleb, begegnen, folgen wir der Punkva flußaufwärts in das längere und stärker gegliederte Tal Pustý žleb. Ab hier gehört die Straße den Radlern, denen nur noch ab und zu die Bimmelbahn für die Besucher der Punkva-Höhlen begegnet. Das Karsttal wird immer enger, und nachdem wir die bekannten Punkva-Höhlen mit dem Anleger für die unterirdischen Bootsfahrten und die Talstation der Seilbahn zur Macocha-Schlucht passiert haben, sind mit einem Mal nicht nur die Touristenschwärme, sondern auch der Fluß verschwunden. Das lange, enge, bewaldete Tal des Pustý žleb mit seinen unzähligen Windungen, dessen Flanken Dutzende von Höhlen bergen, stellt ein wahres Karstparadies dar. An seinem nördlichen Ende weitet sich das Tal jedoch auf, um in ein Wiesenland überzugehen, wo bereits die weißen Felsen am Eingang der Sloup-Šošůvka-Höhlen, die charakteristische Silhouette des alleinstehenden Felsens Hřebenáč und der Wallfahrtsort Sloup grüßen.

 

Unser Weg biegt jäh ab, und es geht durch die Karstlandschaft hinauf in den gern ein wenig übersehenen Ort Ostrov u Macochy. Das Dorf mit seiner bekannten Windmühle liegt jedoch nicht nur in Sichtweite der bekannten Macocha-Schlucht, vielmehr birgt das Felsmassiv, auf dem es steht, direkt unterhalb des Ortes noch einen weiteren Abgrund. Das tief eingeschnittene Tal, in das wir nun hinabfahren, ist das obere Ende des Suchý žleb, wo sich die Höhleneingänge wie die Löcher in einem Emmentaler aneinanderreihen. Die bekannteste Höhle des Tals, Balcarka, ist für Besucher geöffnet und gilt als die schönste Höhle im ganzen Karst. Unsere Route führt übrigens direkt an ihrem Eingang vorbei, also können Sie sich problemlos mit eigenen Augen von ihrer Schönheit überzeugen.

 

Nach der Höhle Balcarka schwingen wir uns auf der Landstraße hinauf nach Vilémovice, dem Geburtsort gleich mehrerer Persönlichkeiten des Karsts. Im Dachgeschoß des Rathauses versteckt sich das wenig bekannte höhlenkundliche Museum, das die Besucher an Wochenenden mit der ebenso faszinierenden wie anstrengenden und gefährlichen Arbeit der Höhlenforscher vertraut macht. In Vilémovice verlassen wir erstmals die Asphaltsraße, um der roten Wanderwegmarkierung folgend eine Abkürzung über das Karstplateau Harbechy nach Rudice zu nehmen. Die schon von weiten sichtbare Windmühle dieses Ortes beherbergt wiederum eine kleine Dauerausstellung, diesmal zum Thema Mineralogie. Der Innenraum der Mühle reicht jedoch längst nicht mehr aus, so daß ihre ganze nähere Umgebung in einen Geopark verwandelt wurde, der den vielgestaltigen geologischen Aufbau dieses Landstrichs vor Augen führt. Die größte Attraktion dieses Ortes – die Rudicer Wasserschwinde – ist besser zu Fuß erreichbar. Ein Abstieg in ihr Inneres ist nur mit einem Führer und nach Voranmeldung möglich, dieses Abenteuer ist jedoch nicht gerade billig.

 

Rudice markiert das Ende unserer Streifzüge durch den Mährischen Karst, denn das benachbarte Jedovnice liegt mit seinem Rand bereits im bewaldeten Teil des nach Südosten abfallenden Drahaner Berglands. Ein Paradies für Angler wie für Sommerfrischler ist der Teich Olšovec, dessen rechtes Ufer wir auf Asphaltwegen passieren, während der dahinter gelegene Teich Budkovan eher ein natürliches Refugium für Vögel und Amphibien ist. Nach den Teichen verlassen wir das Tal und überwinden auf reizvollen Waldwegen den höchstgelegenen Punkt unserer Route, die von nun an in Richtung Vyškov abfällt. Im Wald wird die Herzchen-Markierung durch zwei andere Radrouten abgelöst, also sollten sie achtgeben, daß nicht die Route 5080 Sie in eine ganz andere Richtung als die beabsichtigte führt. Wenn Sie den richtigen Weg gewählt haben, werden Sie bald den Wald verlassen und Ruprechtov erreichen, das wiederum – wie könnte es anders sein – von einer steinernen Windmühle überragt wird.

 

Die Ortsdurchfahrt stellt jedoch nur eine kurze Unterbrechung unserer Fahrt durch die tiefen Drahaner Wälder dar, denn über einen Feld- und Waldweg werden wir sogleich wieder in die Wälder oberhalb des Bachtals der Malá Haná eintauchen, das in den Wassern der Talsperre Opatovice versunken ist. Das Tal Kateřinské údolí, durch welches wir aus dem Bergland wieder hinabgelangen, kann bei ungünstiger Witterung matschig und schwer befahrbar sein. Am Ende des Tals verlassen wir den Bach, der unweit von hier in                                den Stausee von Opatovice mündet, und meistern einen jähen, aber nur kurzen Anstieg, an dessen Ende wir auf der linken Seite die Infotafel „Bei Ježkovice“ finden.

 

Weiter geht es in einiger Entfernung vom rechten Ufer der Talsperre, die ein schmales, biegungsreiches Waldtal ausfüllt. An einigen Stellen eröffnen sich reizvolle Blicke auf die Wasserfläche, da der See jedoch als Trinkwasserspeicher für die Region Vyškov dient, müssen wir aufkommende Badegelüste noch bis zum Aquapark in Vyškov im Zaum halten. Der Waldweg oberhalb des Stausees endet nahe der Staumauer, von wo es auf einem kleinen Sträßchen bergab ins Tal der Malá Haná geht, wo uns allmählich die Zivilisationsspuren des Großraums Vyškov begegnen. Als erstes passieren wir das dörfliche Dědice, um dann auf einem neuen Radweg direkt ins Zentrum von Vyškov mit all seinen Sehenswürdigkeiten und Freizeitangeboten zu gelangen. Hier beenden wir unsere Fahrt durch das Herz Südmährens – die letzte Infotafel der Route befindet sich kurz hinter der Bahnunterführung an einem Zaun beim Parkplatz vor dem Aquapark Vyškov.

   

Einen Besuch wert:

Blansko: Schloß – Museum des Mährischen Karsts, Holzkirche aus der Karpato-Ukraine

Katharinenhöhle

Punkva-Höhlen, Seilbahn zur oberen Galerie der Macocha-Schlucht

Sloup-Šošůvka-Höhlen

Sloup: Wallfahrtskirche Mariä Sieben Schmerzen

Höhle Balcarka

Vilémovice: höhlenkundliches Museum

Rudice: Windmühle mit mineralogischer Dauerausstellung, Geopark

Jedovnice: Bademöglichkeit im Teich Olšovec

Ruprechtov: Windmühle, strohgedecktes Bauernhaus

Vyškov: SchloßMuseum der Region Vyškov, Zoo, Aquapark, Museum für Luftfahrt und Militärtechnik (Flugplatz), ehemalige Synagoge